Was mich antreibt…

In meinem Leben hatte ich oft das Glück, miterleben zu können wie Pflanzen, Tiere und Kinder heranwachsen.
In Landwirtschaft und Gärtnerei lernt man schnell,
die Bedürfnisse verschiedener Lebewesen in verschiedenen Phasen zu berücksichtigen.
Mir persönlich macht es Freude, beim „Gedeihen“ zuzuschauen oder sogar dazu beitragen zu können.

Das „Gedeihen“ ist mit einer gewissen Reihenfolge von Prozessen verbunden, im Inneren von Lebewesen angelegt.
Sie laufen unter günstigen äußeren Bedingungen ab.

In unserer Zeit ist die Erfahrung aus eigener Anschauung verloren gegangen.
Statt den natürlichen Entwicklungsabläufen Raum zu geben,
werden die damit verbundenen Bedürfnisse häufig falsch verstanden und sogar unterbunden.
Dabei ist uns Menschen die Lernfähigkeit geradezu in die Wiege gelegt.
Verpasste Phasen können sogar nachgeholt und weitere Türen dadurch geöffnet werden.
Gelingt dies, stellen sich neue Fähigkeiten mit einer überraschenden Leichtigkeit ein.
Glücklicherweise liefert die Neurobiologie inzwischen handfeste Belege dafür.

Solche lebensfördernden Prinzipen leiten mein Handeln und Denken.

Ich möchte die Menschen dazu ermutigen, sich Zeit für eigene Beobachtungen und Erfahrungen zu geben
und gleichzeitig die neuen Erkenntnisse aus der Forschung zu beachten.

Daraus kann förderliches und verantwortungsvolles Handeln entstehen.

 

Kurzer Lebenslauf

Nach der Schule war es mir wichtig, in ein lebendiges und praxisorientiertes Berufsfeld einzusteigen. Diese Möglichkeit bekam ich in einer Gärtnerei.
Von meinem Lehrmeister wurde ich ermutigt, mit wachen Augen durch die Welt zu gehen, zu beobachten, eigene Lösungen zu finden und mich nicht nur auf vorgegebene Theorien zu verlassen.

Dies behielt ich seitdem immer bei.
Während meiner Lehre bekam ich die Gelegenheit zur Teilnahme an einer Hochbegabten-Förderung der Bayerischen Singakademie.
Das damit verbundene Stimmbildungskonzept bei Dietrich Schneider und Kurt Suttner war mein erster Einstieg in die menschliche Physiologie und sollte mich von da an durch mein Leben begleiten.
Es folgte eine mehrmonatige Tätigkeit im Behindertenzentrum „Fritz-Felsensteinschule“ in Königsbrunn und danach die Ausbildung zur Logopädin in Erlangen.

Die darauffolgenden Ulmer Jahre waren geprägt von interdisziplinärer Zusammenarbeit in der Praxis von Elvira Herrmann, vom Engagement im damaligen Arbeitskreis für Heilmittelberufe und in der stimmbildnerischen Tätigkeit für den Chor „Singkope“ unter der Leitung von Andreas Weil.
Gleichzeitig kam es in Zusammenarbeit mit der Fachbeauftragten der Stadt Ulm Elisabeth Sailer-Glaser zur Mitwirkung im Rahmen der Qualifizierungsmaßnahmen für pädagogische Fachkräfte.
Nach und nach entstand so eine Reihe von eigenen, fachspezifische Seminaren, aus der Praxis geboren und im Alltag geprüft.
Auch Beratungen und Coaching-Aufträge gehören zu meinem Betätigungsfeld.

2016 hat sich mein Wohnort nach Haigerloch verlagert und seither arbeite ich in der Praxis für Logopädie von Sebastian Seltmann in Balingen als Logopädin, Stimmbildnerin und Reflexintegrations-Trainerin.
Hier befinde ich mich in einem dynamischen Team und die Ideenschmiede ist in vollem Gange.